Als angehender Musikstudent sollte man natürlich jeden Tag mehrere Stunden üben, um in der Musikwelt überhaupt mithalten zu können. Dieses erweist sich oftmals schwieriger als man denkt. Selbst wenn genügend Motivation da ist, machen einem oft die Gegebenheiten einen Strich durch die Rechnung.

Wenn man ein Instrument spielt, das eine gewisse Grundlautstärke hat, kann es schnell zu Problemen mit den Nachbarn, Eltern oder Mitbewohnern kommen. Ich möchte in diesem Artikel ein paar kleine Tricks nennen mit denen man ungestört üben kann.

Ich selbst habe Gitarre studiert und kenne diese Probleme nur bedingt, da eine Gitarre nicht unbedingt ein lautes Instrument ist. Wer allerdings Klavier, Geige, Trompete oder andere sehr laute Instrumente spielt, wird genau wissen was ich meine. Auch wenn das Instrument gut gespielt wird, kann es trotzdem zu Beschwerden führen. Ihr wisst ja, Fingerübungen können auch für andere anstrengend sein.

Wie kann man dem nun aus dem Weg gehen?

Es gibt die Möglichkeit sein Instrument zu dämpfen und somit etwas leiser zu üben. Für die Streichinstrumente gibt es einen kleinen Kamm, den man auf den Steg setzen kann. Für die Blasinstrumente gibt es spezielle Trichter, die das Instrument dämpfen. Für das Saxofon gibt es eine Tasche in die man rein greifen kann. Somit kann man das Instrument in der Tasche lassen und auch leise üben. Die Pianisten können die Dämpfertaste an ihrem Instrument aktivieren und somit die Lautstärke reduzieren.

Eine andere Möglichkeit ist es auf elektrische Instrumente zurückzugreifen. Es gibt von fast allen Instrumenten eine sogenannte E-Version. Sprich, die E-Geige, das E-Piano, die E-Trompete, oder ein E-Schlagzeug. Diese Instrumente stören keinen, da man sie mit einem Kopfhörer spielen kann und keine störenden Geräusche nach außen treten. Wenn alles gut geht, ist also das Instrument leiser, doch oftmals sind diese Methoden nur mit spielerischen Einbußen hinzunehmen.

Eine Trompete mit einem Trichter lässt sich anders spielen als ohne. Genau so hat auch das Klavier mit der Dämpfertaste einen anderen Tastendruck und ein anderes Klangverhalten. Ganz zu schweigen von den E-Instrumenten. Diese kommen zwar schon sehr nah an das Original, sind aber mit einem Instrument eines Instrumentenbauers nicht zu vergleichen.

Wer also kleine Einbußen in Kauf nehmen kann, sollte dieses tun, denn es ist immerhin besser als nicht zu üben. Eine richtig gute Variante ist es allerdings sich ein gutes Übeumfeld zu schaffen. Soweit ich das noch in Erinnerung habe, ist es jedem erlaubt zu den üblichen Zeiten für zwei Stunden am Tag zu üben ( bitte noch mal genau informieren ). Das sollte man natürlich nicht schamlos ausnutzen, sondern eher versuchen mit den Nachbarn eine Regelung zu finden. Zum Beispiel könnte man kleine Absprachen treffen und zu Zeiten üben zu denen die betroffenen Personen nicht im Haus sind. Das funktioniert meistens sehr gut.

Wenn keine Einigung gefunden wird, sollte man bei den Musik-Hochschulen nachfragen. Es gibt dort Räume, die man für ein paar Stunden reservieren kann. Sollte man die Möglichkeit haben diese Räume nutzen zu können wenn man beispielsweise einen Gasthörerstatus hat, kann man diesen beantragen um endlich ungestört üben zu können. Bitte schafft euch eine gute Übesituation, denn nur so kann man sich gut auf ein Musikstudium vorbereiten.

Dieser Beitrag ist von: Martin

Hallo, meine Name ist Martin und ich habe von 2004 bis 2008 klassische Gitarre studiert. Nach meinem Diplom machte ich noch ein Aufbaustudium im Bereich Pop- und Jazz- Musik. Hier kann man mich auch finden: Google+

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